Kategorie: Allgemein

Neues aus der MS-Forschung, 20.04.2020

Eine Arbeitsgruppe des Max-Delbrück-Zentrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) stellte in einer Pressemitteilung ihre Grundlagenarbeit am Mausmodell der MS vor. [1]https://www.mdc-berlin.de/de/news/press/neue-therapie-chancen-fuer-multiple-sklerose-sicht Die Arbeitsgruppe verfolgte einen grundlegend neuen Ansatz, sie verwendete einen bestimmten Antikörper, um eine bestimmte Unterart der Monozyten absterben zu lassen. Monozyten gehören im Gegensatz zu den Lymphozyten, die das Ziel aller zur Zeit verfügbaren Immuntherapien sind, zum einem anderen Teil des Immunsystems, dem angeborenen Immunsystem. Monozyten werden auch als Fresszellen bezeichnet, und sind diejenigen, die bei MS den eigentlichen Nervenschaden verursachen. Im Mausmodell bildeten sich die Symptome der Tiere sehr schnell zurück, nachdem die Monozyten abgestorben waren. Es bleibt abzuwarten, ob klinische Studien zu diesen Antikörpern folgen werden.

Der Rote-Hand-Brief, der den Schutz wieder verschlechtert

Im Januar 2020 gab es einen weiteren Rote-Hand-Brief zu Alemtuzumab (Lemtrada®). Ein Rote-Hand-Brief ist ein Informationsschreiben, mit dem pharmazeutische Unternehmen Ärzte über neuerkannte Arzneimittelrisiken informieren. Dieser neue Rote-Hand-Brief bedeutet allerdings eine Aufweichung der Anwendungsbeschränkung von 2019.

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Wissenswertes: Schübe

„Nach sieben Jahren hat mein Sohn zum ersten Mal wieder Symptome“ erzählt die Mutter eines 33-jährigen MS-Betroffenen. Er habe auch eine stressige Zeit hinter sich.  Ob das nun ein Schub sei und ob die Symptome wieder verschwinden werden, möchte sie wissen.“

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Neues zur Stammzellentherapie

In einer erst kürzlich erschienenen Studie aus den USA (zu finden unter: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30644983) wurde eine spezifische Form der Stammzellentherapie, bei der nicht das gesamte Knochemark zerstört wurde, mit den aktuell verfügbaren verlaufsmodulierenden MS-Medikamenten verglichen.

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